Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

30. April 2006 – A. Q.


Vorfall

A.Q. ist am 30. April 2006 gerade auf dem Rückweg vom Trödelmarkt in seine Wohnung, als er von zwei Männern und einer Frau, die sich als Polizeibeamte ausgaben, angehalten wird. Ohne Vorwarnung fesseln sie ihn, stoßen ihn in ein silbergraues Fahrzeug und fahren mit ihm zu seiner Wohnung. Dort angekommen verlangen sie nach seinen Personaldokumenten, die A.Q. vorlegt. Was die BeamtInnen weiter wollen, versteht A.Q. nicht. Plötzlich wird er gepackt, auf sein Bett geworfen, an den Haaren gezogen und geschlagen. Als A.Q. nach den Polizeiausweisen fragt, hält man ihm in Plastikhüllen eingeschweißte Papiere vor, auf denen nichts zu erkennen ist. Dann wird er auf ein Polizeirevier verbracht und erkennungsdienstlich behandelt.

Weiterführende Informationen

Bereits drei Wochen vor dem Vorfall wird A.Q. von der Straße weg verhaftet, in seine Wohnung verbracht und kontrolliert. Doch in diesem Fall verließen die BeamtInnen seine Wohnung umgehend wieder.

Rassistische Motivation

unterstellte Herkunft

Strafrechtlicher Verlauf

A.Q. stellt Strafanzeige gegen die Beamtinnen wegen Körperverletzung im Amt und Nötigung. Die Ermittlungen werden eingestellt. Eine Anzeige gegen A.Q. wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte wird ebenfalls eingestellt.

(vgl. Akte Reach Out: Unterlagen der anwaltschaftlichen Vertretung)

April 30, 2006 | Chronik | Keine Kommentare