Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

Gerechtigkeit kostet – Jetzt erst recht!

Am 11.04.2008 wurde der Prozess gegen vier Beamte eines Sondereinsatzkommandos der Berliner Polizei wegen schwerer gemeinschaftlicher Körperverletzung im Amt vor dem Amtsgericht Tiergarten eröffnet. Die vier Männer werden beschuldigt, am 20.04.2005 den damals 16-jährigen Schüler Erdal R. im Zuge einer Festnahme in seinem Bett misshandelt und beleidigt zu haben.

Nachdem sich die Berliner Staatsanwaltschaft zuerst nicht in der Lage sah, die Vorwürfe Erdal R.s gegen die SEK-Beamten im Rahmen eines Prozesses zu verhandeln, wurde nun nach einer Klageerzwingung der Rechtsanwältin des Schülers doch der Prozess eröffnet.

Nach drei Jahren Kampf der Familie, der Rechtsanwältin und vieler UnterstützerInnen hat Erdal R. nun die Gelegenheit, Gerechtigkeit und die Verurteilung der Schuldigen einzufordern. Er und seine Familie haben gezeigt: es gibt einen Weg sich gegen das Unrecht zu wehren. Auch und gerade wenn es von Polizeibeamten begangen wird.

Unterstützt Erdal R. weiter: kommt zu den Prozesstagen am 15. und 18. April.

Meldet rassistische Polizeigewalt, wenn ihr sie beobachtet. Versteckt Euch nicht, wenn ihr selbst von rassistischer Polizeigewalt betroffen seid. Wehrt Euch!

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