Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

03. Januar 2010 – Q. A.


Vorfall

Am Abend des 03. Januar ist Q.A. in der Wiener Straße in Berlin Kreuzberg unterwegs. Als Personen in Zivil auf ihn zutreten, die sich als Polizeibeamte zu erkennen geben und nach seinen Ausweispapieren verlangen. Q.A. zeigt seine Aufenthaltsdokumente. Die Beamten fordern ihn auf sich auf den Boden zu legen, was Q.A. aber verneint, da Schnee und Eis liegt. Die Beamten treten ihm daraufhin in die Knie, Q.A. fällt in den Schnee und ein Beamter presst sein Knie in dessen Rippen. Q.A. hat große Schmerzen. Seine Hände werden auf dem Rücken gefesselt. Binnen kurzer Zeit sind viele uniformierte Beamte vor Ort, verbringen Q.A. in einen Polizeiwagen und fahren mit ihm auf eine Polizeiwache. Er weiß nicht wo er ist. Auch werden weitere Männer verhaftet, die allesamt schwarz sind. Q.A. muss die Nacht in Gewahrsam verbringen. Er fragt nach einem Anwalt, aber der wird ihm nicht gewährt. Sein Handy und 50 Euro werden beschlagnahmt. Als Q.A. am nächsten Morgen entlassen wird, bekommt er zwar das Handy zurück, nicht aber das Geld. Eine Quittung oder Ähnliches stellt man ihm nicht aus.

Weiterführende Informationen

Wegen starker Schmerzen geht Q.A. später zu einer Ärztin, die multiple Prellungen bei ihm feststellt.

Rassistische Motivation

Hautfarbe

(vgl. Akte Reach Out: Gedächtnisprotokoll)

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