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	<title>KOP Berlin &#187; Neuigkeiten</title>
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		<title>&#8220;Freibrief durch Uniform – Wer kontrolliert die Polizei?&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 19:30:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KOP Berlin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 17.06.2010 diskutierte KOP gemeinsam mit Heiner Busch, Redakteur und Autor der CILIP, Möglichkeiten zur Kontrolle polizeilicher Praxis. Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung, finanziert aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie. Der Migrationsrat stellte uns freundlicherweise einen Raum zur Verfügung. Obwohl die Frage nach einer angemessenen Kontrolle polizeilicher Praxis seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 17.06.2010 diskutierte KOP gemeinsam mit Heiner Busch, Redakteur und Autor der CILIP, Möglichkeiten zur Kontrolle polizeilicher Praxis.</p>
<p>Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung, finanziert aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie.  Der Migrationsrat stellte uns freundlicherweise einen  Raum zur Verfügung.<span id="more-743"></span></p>
<p>Obwohl die Frage nach einer angemessenen Kontrolle polizeilicher Praxis seit Jahrzehnten gestellt wird, konnte KOP sich bisher zu keiner gemeinsamen Forderung durchringen. Zu groß die Angst, institutionelle Einrichtungen könnten mehr Schaden anrichten, als sie helfen, zu offensichtlich aber auch die fehlende und vor allem nachhaltige Wirksamkeit von Protesten auf der Straße.</p>
<p>So luden wir Heiner Busch und viele Interessierte ein, gemeinsam mit uns die vorhandenen Konzepte zu diskutieren. Heiner Busch zeigte sich im Rahmen seiner Analyse zur Arbeit der Hamburger Polizeikommission ernüchtert: die absolut unzureichende personelle und finanzielle Ausstattung der Institution, ihre Angebundenheit an das Innenministerium und ihre existenzielle Abhängigkeit von politischen Konstellationen im Land seien Faktoren, die eine wirksame Arbeit verhinderten. Allerdings müsse man durchaus anerkennen, dass das Engagement der Mitarbeiter die Arbeit der Kommission positiv prägte und auch ihre eingeräumten Befugnisse Grund zur Hoffnung gewesen seien. So konnte die Kommission beispielsweise unangekündigt alle Hamburger Polizeiwachen besuchen und den Einblick sowohl in polizeiliche, als auch, in umfänglichem Maße, in staatsanwaltschaftliche Akten verlangen. Nichts desto trotz hätte die Kommission keine Chance gehabt, da  Politik, Polizeilobby und auch Presse gegen sie gearbeitet hätten. Ähnlich kritisch betrachtete Heiner Busch auch die Konzepte der Ombudsmänner oder –frauen oder das einer Beauftragtenstelle.</p>
<p>Am Ende hänge eine wirksame Instanz ab von einer ihr vorangegangenen Mobilisierung zum Thema. Einig sei man sich darin, dass die Arbeit der Polizei immer wieder und so breit wie möglich beobachtet werden müsse, sei es durch erfahrene und bestenfalls internationale Prozessbeobachtung, die Dokumentation der Erfahrungen von Betroffenen und die Solidarisierung mit ihnen, sowie die breite Sensibilisierung für das Thema, um insgesamt die Bereitschaft zur Intervention und Zeugenschaft bei den Menschen zu erhöhen.</p>
<p>Einen Beweis für den Bedarf einer Kontrolle lieferten starke Redebeiträge eines Mitglieds  der Oury Jalloh Initiative, der  die Wichtigkeit des breiten und kontinuierlichen Protest auf der Straße nochmals betonte, sowie eines Angehörigen des am Silvesterabend 2008 durch einen Polizeibeamten getöteten Dennis aus Neukölln. Er beschrieb die weitreichenden Unzulänglichkeiten in der juristischen Aufarbeitung polizeilichen Fehlverhaltens im aktuellen Prozess, die von verheimlichten Vorabsprachen über gefälschte Polizeiprotokolle vieles zu bieten hatte. Mehrere Redebeiträge im Publikum gingen noch einmal auf die Einbindung und Rolle der Presse ein, sowie auf die Notwendigkeit,  eine Zusammenarbeit mit den Betroffenen zu finden.</p>
<p>Das Fazit lautet: ein demokratisches Gesellschaftsprinzip muss eine Kontrolle exekutiver Gewalt gewährleisten. Ob diese Kontrolle allerdings von Menschen in ihren Netzwerken ausgeht oder von einer institutionalisierten Instanz, kann nicht beantwortet werden. Schlussendlich wäre ein &#8220;sowohl-als-auch&#8221; möglicherweise im Effekt wirksamer, als ein &#8220;entweder-oder&#8221;.</p>
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		<title>Urteil in Schönfließ: in der Sache gut, im Strafmaß enttäuschend</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 17:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KOP Berlin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach neun zum Teil zermürbenden Prozesstagen, wurde am 03.07.2010 endlich das Urteil gegen die Angeklagten erwartet. Der Saal 1, in dem seit Mai verhandelt wurde, ist voll, viele müssen vor der Tür bleiben. Und dann wird das Urteil verlesen: der Todesschütze wird wegen des Vorwurfs des „minder schweren Totschlags“ zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach neun zum Teil zermürbenden Prozesstagen, wurde am 03.07.2010 endlich das Urteil gegen die Angeklagten erwartet. Der Saal 1, in dem seit Mai verhandelt wurde, ist voll, viele müssen vor der Tür bleiben. Und dann wird das Urteil verlesen: der Todesschütze wird wegen des Vorwurfs des „minder schweren Totschlags“ zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.<span id="more-714"></span></p>
<p>Das bedeutet, seine Schuld ist anerkannt, aber er muss nicht in Haft. Für die Familie und Freund_innen von Dennis ein unerträglicher Gedanke: Tumulte brechen aus, es kommt zu Verhaftungen und „Mörder“-Rufen vor der Tür. Familie, Freund_innen und Unterstützer_innen stehen einander bei, bedrängen die agierende Polizei.</p>
<p>Im Gerichtssaal verliest der Richter derweil die Begründung für seine Entscheidung: zweifellos hätte es sich nicht um Notwehr gehandelt, aber es sei eine unübersichtliche Situation gewesen. Als Minderungs- und Bewährungsgründe sei berücksichtigt worden, dass der Verurteilte nicht mehr in den Polizeidienst zurückkehren könne, seine Existenzgrundlage verliere. Außerdem wäre eine Bedrohungslage in Haft zu erwarten gewesen, da der Beamte sich Menschen gegenübersehen könnte, die er selbst in Haft gebracht hatte. Positiv ausgelegt wurden weiterhin eine positive Sozialprognose, fehlende Vorstrafen und eine bislang tadellose Polizeikarriere. Die ist nun glücklicherweise beendet.</p>
<p>Beim Urteil gegen die Angeklagten, die sich wegen „Strafvereitelung im Amt“  zu verantworten hatten, wird der Richter sehr deutlich: Beide seien überhaupt nicht glaubwürdig gewesen darin, dass sie die Handlungen des Todesschützen nicht wahrgenommen haben wollen. Dann spricht der Richter viel von Korpsgeist: es sei für Polizist_innen besonders schwer gegen Kolleg_innen auszusagen. Und dies sei nicht „ein besonderes Spezifikum der Berliner Polizei“. Richtig erkennt der Richter, dass Polizeibeamt_innen der Wahrheit verpflichtet sein müssten, und nicht ihren Kolleg_innen. Umso skandalöser, dass genau dieser Umstand als Minderungsgrund für das Strafmaß herangezogen wird. Dieses systemimmanente Fehlverhalten der Polizei wird durch diese Perspektive weiter aufrechterhalten.  Und die Justiz bleibt Handlanger. Am Ende werden beide zu einer Geldstrafe verurteilt, die zu mindestens so hoch ist, dass sie im „Polizeilichen Führungszeugnis“ –und das ist in diesem Zusammenhang fast zynisch- nicht verborgen bleiben wird.</p>
<p>Die Verteidigung hat direkt im Anschluss angekündigt, in Revision gehen zu wollen. Und die Unterstützer_innen, Freund_innen und Dennis Familie treffen sich am Abend in Berlin-Neukölln zu einer Kundgebung. Hier werden sie ihrer Meinung lautstark Gehör verschaffen.</p>
<p>Die Urteilsverkündung im Fall Dennis haben wir zum Anlass genommen ein Dossier zusammenzustellen, das sich <a href="/2010/07/dossier-dennis/">hier</a> findet.</p>
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		<title>&#8220;cakes against cops&#8221;: zweiter KOP-Solikuchen im Neuköllner tristeza</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 16:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 31.05.2010 haben wieder alle die Gelegenheit, gepflegt politisch unserem netten Kuchenbasar beizuwohnen. Los geht&#8217;s ab 15.00 Uhr im &#8220;triztesa&#8221; (Pannierstr. 5 &#8211; Berlin am U-Bhf. Hermannplatz), das uns nun schon zum zweiten Mal in seinen überaus großartigen und freundlichen Räumen beherbergt. Es gibt wieder vegane und vegetarische Kuchen, die alle fleißig essen können für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>31.05.2010</strong> haben wieder alle die Gelegenheit, gepflegt politisch unserem netten Kuchenbasar beizuwohnen. Los geht&#8217;s ab <strong>15.00 Uhr</strong> im &#8220;triztesa&#8221; (Pannierstr. 5 &#8211; Berlin am U-Bhf. Hermannplatz), das uns nun schon zum zweiten Mal in seinen überaus großartigen und freundlichen Räumen beherbergt.<br />
Es gibt wieder vegane und vegetarische Kuchen, die alle fleißig essen können für den guten Zweck. Neben angeregten Unterhaltungen untereinander wartet diesmal auch ein Film, den wir zeigen werden zum Thema &#8220;racial profiling&#8221;.<br />
Das gesammelte Geld kommt Betroffenen von rassistisch motivierter Polizeigewalt zur Deckung ihrer Anwalts- und Verfahrenskosten zu Gute.</p>
<p>Wir sehen uns dort!  </p>
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		<title>Kongress &#8220;Kritisch-kriminologische Zeitdiagnosen: Pre-Crime and Post-Criminology&#8221; in Wien</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 18:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KOP Berlin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Goethe-Universität Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Institut für Kriminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kritische KriminologInnen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie und das Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt luden vom 10. bis 12.12.2009 in das Albert-Schweitzer-Haus der Stadt Wien ein, um zu „Kritisch-kriminologische Zeitdiagnosen: Pre-Crime and Post-Criminology“ zu diskutieren. Da mit Tagungsthemen wie Inklusion und Exklusion auf institutioneller Ebene, selektive Kontrollpraxis auf Grundlage nationaler Gesetzgebungen im Zuge des &#8220;war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie und das Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt luden vom 10. bis 12.12.2009 in das Albert-Schweitzer-Haus der Stadt Wien ein, um zu „Kritisch-kriminologische Zeitdiagnosen: Pre-Crime and Post-Criminology“ zu diskutieren. Da mit Tagungsthemen wie Inklusion und Exklusion auf institutioneller Ebene, selektive Kontrollpraxis auf Grundlage nationaler Gesetzgebungen im Zuge des &#8220;war on terror&#8221; oder die rechtlichen Auswirkungen von Risikoeinschätzungen und Sicherheitspolitik zentrale Bezugspunkte der Arbeit von KOP angesprochen waren, folgten wir der Einladung und debattierten mit. <span id="more-324"></span><br />
Eröffnet wurde die Tagung durch eine Feierrede zum 40- jährigen Bestehen des Kriminologischen Journals sowie eine Kritik und Analyse des emeritierten Professors Wolf-Dieter Narr zur kriminologischen Praxis mit dem Appell, die Rechtssysteme als notwendigen Rahmen zur Durchsetzung der kapitalistischen Herrschafts- und Besitzansprüche in heutigen demokratischen Gesellschaften wahrzunehmen und deren Gegengewichte, nämlich gesellschaftlich-kritisches und politisch-analytisches soziales Engagement zu stärken und umzusetzen.<br />
Am zweiten und dritten Tag diskutierten Expert_innen aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, Kanada und Australien die Umsetzung und Vielfalt nationaler Sicherheitsbestrebungen und Sicherheitsgesetze vor dem Hintergrund von Anti-Terror-Gesetzgebung, Gefährungsrechten und Sozialgesetzgebungen und bezogen dabei antikolonialistische, antirassistische und antikapitalistische Perspektiven mit ein. Dabei war die Frage zentral, wie eine kritische kriminologische Praxis auf die Verdrängung von Bürgerrechten und die Verwehrung von Menschenrechten zugunsten eines diffusen Risiko- und Sicherheitsbegriffes reagieren und oppositionell agieren kann.<br />
KOP sprach insbesondere die Problematik der fehlenden Analysetätigkeit in Deutschland zur Praxis des racial profiling an und warb um vermehrte Anstrengung auch von kriminologischer Seite, das Thema zu untersuchen. Unseren Arbeitsansatz, rassistische Polizeipraxis als machtvollen Bestandteil von institutionellem Rassismus zu verstehen, debattierten wir mit den geladenen Professor_innen der internationalen kriminologischen Institute und konnten dabei wichtige Kontakte für unsere weitere analytische Arbeit herstellen.  </p>
<p>Für weitere Informationen zur Arbeit des Instituts kann deren Internetseite <a href="http://www.irks.at">www.irks.at</a> Auskunft geben.</p>
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		<title>Workshop &#8220;Kritische JuristInnen&#8221;</title>
		<link>http://kop-berlin.de/de/2009/11/workshop-kritische-jurist_innen/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 18:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KOP Berlin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Winterkongress des Arbeitskreises kritischer Juragruppen, der vom 29.10. bis 01.11.2009 in der Neuköllner Rütli-Schule stattfand, stand unter dem Motto „Wollen wir recht haben? Zwischen rechtspolitischer Praxis und Systemkritik“. KOP war eingeladen worden zum Thema „Anlass- und verdachtsunabhängige Kontrollen in Berlin und ihre Folgen“ zu sprechen. Gemeinsam mit vier interessierten Student_innen erörterten wir die Schwierigkeiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Winterkongress des Arbeitskreises kritischer Juragruppen, der vom 29.10. bis 01.11.2009 in der Neuköllner Rütli-Schule stattfand, stand unter dem Motto „Wollen wir recht haben? Zwischen rechtspolitischer Praxis und Systemkritik“. KOP war eingeladen worden zum Thema „Anlass- und verdachtsunabhängige Kontrollen in Berlin und ihre Folgen“ zu sprechen.<br />
Gemeinsam mit vier interessierten Student_innen erörterten wir die Schwierigkeiten, dass weder die Orte, an denen die Polizei anlass- und verdachtsunabhängige Kontrollen (auf Grundlage des ASOG-Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz) durchführt, noch die Verdachtsaster, nach denen sie kontrolliert, bekannt sind oder dokumentiert werden.<span id="more-320"></span> Daraus ergab sich der Appell, Dokumentationen polizeilicher Praxis einzufordern, zu entwickeln und gemeinsam zu analysieren. Den Betroffenen eine Stimme zu geben, ihre Erfahrungen niederzuschreiben, zu sammeln und daraus Aktivitäten zu entwickeln wurde insbesondere vor dem Hintergrund unzureichender juristischer Verfolgung polizeilichen Fehlverhaltens (insbesondere bei Anzeigen wegen „Körperverletzung im Amt“) thematisiert. Mit der Verabredung, die juristischen Fakultäten insbesondere auch auf die polizeiliche Praxis des racial profiling und seiner Folgen für die Betroffenen hinzuweisen, beendeten wir einen sehr interessanten und gelungenen Workshop.<br />
Für weitere Informationen ist auf der Internetseite der &#8220;Kritischen JuristInnen&#8221; der Reader zum Kongress zum Download bereit gestellt: <a href="http://www.rechtskritik.de">www.rechtskritik.de</a></p>
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		<title>Solidarität mit Erdal</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 15:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KOP Berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Der Fall Erdal]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerechtigkeit kostet! Am 29. April 2005 wird der damals erst 17-jährige Erdal in der Wohnung seiner Eltern brutal von einem Berliner SEK-Kommando zusammengeschlagen und durch die Polizei rassistisch beleidigt und gedemütigt. Seine Eltern werden nicht zu ihm gelassen. Seine schweren Verletzungen werden medizinisch nicht behandelt. Seine Fragen werden nicht beantwortet. Später weiß man: der Vorwurf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Gerechtigkeit kostet!</h2>
<p>Am 29. April 2005 wird der damals erst 17-jährige Erdal in der Wohnung seiner Eltern brutal von einem Berliner SEK-Kommando zusammengeschlagen und durch die Polizei rassistisch beleidigt und gedemütigt. Seine Eltern werden nicht zu ihm gelassen. Seine schweren Verletzungen werden medizinisch nicht behandelt. Seine Fragen werden nicht beantwortet.<br />
Später weiß man: der Vorwurf, ein bewaffneter Raubüberfall auf einen Discounter-Markt. Das Urteil im März 2006: Freispruch!<br />
<span id="more-301"></span><br />
Nun kämpft Erdal bereits in zweiter Instanz um die Verurteilung der Berliner Polizeibeamten. Wegen Körperverletzung. Wegen Nötigung. Wegen Freiheitsentzug.</p>
<p>Unterstützt ihn! Denn es geht nicht nur um Erdal. Es geht um alle, deren Menschenwürde durch diesen Staat in Frage gestellt wird.<br />
Kommt zum Prozess! Solidarisiert Euch gegen die prügelnde Polizei, gegen die Kriminalisierung von jungen Türken, gegen das Tabu von rassistischer Polizeigewalt.</p>
<p>Am 11./ 15./ 18. April 2008 findet der Prozess in Berlin statt.<br />
Wann: jeweils um 09.00 Uhr<br />
Wo: Turmstraße 91, U-Bhf. Turmstraße (U9)</p>
<p>Gerechtigkeit kostet! Hier und überall. Weitere Infos unter <a href="http://www.kop-berlin.de">www.kop-berlin.de</a>.<br />
Weitere Informationen im <a href="http://kop-berlin.de/category/dossiers/erdal/">Spezial zum SEK-Überfall auf Erdal R</a>.</p>
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