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	<title>KOP Berlin</title>
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		<title>Wir vergessen nichts – Slieman Hamade gedenken</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 19:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das „Slieman Hamade – Solidaritätsbündnis“ ruft auf zur Demonstration und Infoveranstaltung gegen tödliche Polizeigewalt und ihre Verantwortlichen in Schöneberg Demonstration Wann Samstag, den 12.11.2011 um 19:00 Uhr Wo U-Bahnhof Kleistpark, Berlin – Schöneberg Info-Update Die anschließende Infoveranstaltung zu tödlicher Polizeigewalt in Berlin und bundesweit findet ab 21:30 Uhr im DRUGSTORE in der Potsdamer Straße 180 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das „Slieman Hamade – Solidaritätsbündnis“ ruft auf zur Demonstration und Infoveranstaltung gegen tödliche Polizeigewalt und ihre Verantwortlichen in Schöneberg</strong></p>
<p><a href="http://kop-berlin.de/de/2011/11/wir-vergessen-nichts-%E2%80%93-slieman-hamade-gedenken/"><img src="http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/11/palakt_wir-vergessen-nichts.jpg" alt="" title="Wir vergessen nichts!" width="100%" class="aligncenter size-full wp-image-1082" /></a></p>
<div style="float: left; width: 48%;">
<h2>Demonstration</h2>
<dl>
<dt>Wann</dt>
<dd>Samstag, den 12.11.2011 um 19:00 Uhr</dd>
<dt>Wo</dt>
<dd>U-Bahnhof Kleistpark, Berlin – Schöneberg</dd>
</div>
<div style="float: left; width: 48%;">
<h2>Info-Update</h2>
<p>Die anschließende Infoveranstaltung zu tödlicher Polizeigewalt in Berlin und bundesweit findet ab 21:30 Uhr im DRUGSTORE in der Potsdamer Straße 180 statt.
</p></div>
<div style="clear: both"></div>
<h2>Soliparty</h2>
<p>Zur Unterstützung der Familie im Verfahren findet ebenfalls im DRUGSTORE ab 22:00 Uhr mit Unterstützung fantastischer Künstler_innen eine Soliparty statt. Zugesagt haben:<br />
“Black Magreb Mafia” , “Lena Stoehrfaktor” , “Gitta Spitta” und “MC Josh”<span id="more-1081"></span></p>
<p>Das „Solidaritätsbündnis Slieman Hamade“ ruft auf zur Demonstration im Bezirk Schöneberg, wo wir mehrere Institutionen finden, die dafür verantwortlich sind, wenn das staatliche Gewaltmonopol mit tödlicher Konsequenz umgesetzt wird. Wir wollen auf diese Behörden hinweisen und zu einer Entsolidarisierung der Anwohner_innen mit den Repressionsorganen beitragen. Denn staatliche Gewalt ist in ihrer tödlichen Variante auf eine Kooperation der Bevölkerung angewiesen, solange sie demokratisch erscheinen will.</p>
<p>Wir gehen zunächst zum Polizeiabschnitt 42 in der Hauptstr. 45. Beamte dieser Wache haben am 28.Februar 2010 Slieman Hamade im Treppenhaus seiner elterlichen Wohnung in Schöneberg mittels Pfefferspray getötet. Slieman hatte einen Platzverweis nicht befolgt, die Ermittlungen wurden bisher immer wieder eingestellt. Beamte der gleichen Wache sind auch in zahlreichen anderen Fällen durch Misshandlungen von Festgenommenen aufgefallen. Anschließend geht es zum Polizeiabschnitt 41 in der Gothaer Str. Dieses Gebäude war vor dem Mauerfall eine der wichtigsten Polizeikasernen Westberlins. Von hier wurden viele Einsätze gegen Demonstrationen koordiniert, u.a. die, bei der Klaus-Jürgen Rattay 1981 vor einen Bus getrieben und getötet wurde. Bis Mitte der 90er Jahre hatte auch die dortige Gefangenensammelstelle eine zentrale Bedeutung als Vorstation zur U-Haft in Moabit. Hier wurde sogar bis 1995 Abschiebehaft vollstreckt. In der GeSa Gothaer Str. sind mehrere Menschen auf ungeklärte Weise ums Leben gekommen, z.B. am 9.April 1993 ein 35jähriger Mann, der wegen Raubes festgenommen wurde. </p>
<p>Direkt gegenüber befindet sich das Amtsgericht Schöneberg. Dieses Gericht ist in Berlin für die Anordnung von Abschiebehaft zuständig. Jeder Mensch der sich aus Verzweiflung in der Abschiebehaft selbst tötet, dort aus ungeklärten Gründen ums Leben kommt oder nach seiner Abschiebung spurlos verschwindet, wurde von einem Richter des AG Schöneberg in diese Situation gebracht. Vor einigen Jahren tat sich besonders Richter Lexer gegenüber der Presse als Rassist hervor. In einem Interview mit der Berliner Zeitung formuliert er seine Ansichten: “Die Mongolen […] lügen aus Spaß [...] Zentralafrikaner treten eher anmaßend auf. Bei einem Araber kommt man nie zu einem Ergebnis, weil unendlich palavert wird. Zigeunerinnen können auf Knopfdruck hyperventilieren.” <br />
Weiter geht‘s zur Elßholzstraße in der sich das Kammergericht befindet. Das Kammergericht ist das höchste Gericht Berlins. Bis 1945 fanden hier die Sitzungen des Volksgerichtshof statt. Das Kammergericht entscheidet letztinstanzlich über Klageerzwingungsverfahren. Wenn also ein Polizeibeamter einen Menschen tötet und die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt, ist eine Beschwerde beim Generalstaatsanwalt möglich. Lehnt dieser neue Ermittlungen ab, folgt das Erzwingungsverfahren zum Kammergericht. So hat das Kammergericht die Ermordung von Klaus-Jürgen Rattay als straffreies Handeln gebilligt und auch in vielen anderen Fällen Ermittlungen gegen tödliche Polizeigewalt letztinstanzlich eingestellt. Aktuell klagt die Nebenklägerin im Fall Slieman Hamade vor diesem Gericht.</p>
<p>Die Demonstration endet vor dem DRUGSTORE, wo im Anschluss eine kurze Infoveranstaltung ein Update zu aktuellen Fällen tödlicher Polizeigewalt gibt, um im Anschluss durch eine Soliparty die Familie von Slieman Hamade bei den Prozesskosten für die Nebenklage und Initiativen gegen tödliche Polizeigewalt finanziell zu unterstützen.</p>
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		</item>
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		<title>Zweiter Prozesstag gegen der gefährlichen Körperverletzung beschuldigten Polizisten</title>
		<link>http://kop-berlin.de/de/2011/09/zweiter-prozesstag-gegen-der-gefahrlichen-korperverletzung-beschuldigten-polizisten/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 22:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 30. August wurde der Prozess gegen die beiden Berliner Polizeibeamten Frank S. und Sascha G. wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung fortgesetzt. Die beiden Angeklagten hatten sich zum Prozessauftakt am 2.8.2011 von jeglicher Schuld freigesprochen und ihre beiden als Verstärkung hinzu gerufenen Kollegen beschuldigt. Bereits das war für langjährige Beobachter_innen von Prozessen gegen Polizeibeamt_innen eine Überraschung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 30. August wurde der Prozess gegen die beiden Berliner Polizeibeamten Frank S. und Sascha G. wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung fortgesetzt. </p>
<p>Die beiden Angeklagten hatten sich zum Prozessauftakt am 2.8.2011 von jeglicher Schuld freigesprochen und ihre beiden als Verstärkung hinzu gerufenen Kollegen beschuldigt.<br />
Bereits das war für langjährige Beobachter_innen von Prozessen gegen Polizeibeamt_innen eine Überraschung, da sich die Polizeibeamt_innen für gewöhnlich gegenseitig decken und nicht beschuldigen.<br />
<span id="more-1077"></span><br />
Am zweiten Prozesstag wurden dann u.a. der Betroffen und Nebenkläger Amare B. und der als Verstärkung hinzu gekommene und von den Angeklagten beschuldigte LKA-Beamte gehört. Die Aussagen der beiden waren weitestgehend deckungsgleich, so dass die Anwältin der Nebenklage von einer Verurteilung der Angeklagten Frank S. und Sascha G. ausgeht. Ob es tatsächlich zu einer Verurteilung kommt, wird sich beim nächsten Prozesstermin am 20. September zeigen.<br />
Auch wenn die Anklage diesmal erfolgreich verlaufen sollte, so zeigt sich auch in diesem Prozess, dass Polizeibeamt_innen als Zeug_innen und Angeklagte einen Sonderstatus genießen.<br />
So wurde bereits der erste Prozesstermin kurzfristig verschoben, da die Angeklagten keine Zeit hatten. Auch beim zweiten Prozesstag am 30.8. konnten nicht alle Zeug_innen gehört werden, dieses Mal befand sich einer der Polizeibeamten in Urlaub.</p>
<p>Während der Zeugenbefragung von Amare B., der erneut in aller Ausführlichkeit das traumatische Ereignis schildern musste, konnten sich die Angeklagten ungestört unterhalten und lachen. Erst als die Frau oder Freundin von Frank S. laut eine abfällige Bemerkung zu den Aussagen von Amare B. aus dem Publikum von sich gab, unterbrach der Richter die Verhandlung.</p>
<p>Die zweite Unterbrechung des Prozesses ließ nicht lange auf sich warten, als der Angeklagte Frank S. völlig unvermittelt und ganz selbstverständlich nach der Zeugenaussage des LKA-Beamten aufstand und dem Richter beim Weggehen erklärt, dass er nun weg müsse, da er noch einen anderen Termin habe. Der Richter wies ihn an zu bleiben, gestattete ihm jedoch seinen Termin zu verschieben. Nach dieser zweiten Prozessunterbrechung sagte der Polizeibeamte Götz B. aus, der in diesem Fall für die Ermittlungen zuständig war. Er kommt zu dem Schluss, dass die beiden Angeklagten zwar an Amare B. „körperlich tätig waren“, dabei jedoch keine willentliche Absicht zu erkennen sei, weshalb er dem Gericht empfiehlt den Vorfall unter „dumm gelaufen“ zu verbuchen und von einer Verurteilung abzusehen.</p>
<p>Das willentliche unter den Tisch kehren des polizeilichen Übergriffs konnte der Ermittlungsbeamte Götz B. jedoch nicht bestreiten, als ihn die Anwältin der Nebenklage darauf aufmerksam machte, dass die beiden Angeklagten den Vorfall nicht dokumentiert hätten. Laut Beschluss des Verwaltungsgerichts ist nämlich jede_r Polizeibeamt_in dazu verpflicht, jedes „körperliche Tätigwerden“ zu dokumentieren. Unklar blieb, ob das entsprechende Urteil des Verwaltungsgerichts &#8211; wie vorgeschrieben &#8211; als schriftliche Dienstanweisung in den einzelnen Polizeidirektionen vorliegt.</p>
<p>Für Amare B. steht jedenfalls fest, er wird weiterkämpfen und zur Not auch in Berufung gehen, damit rassistische Polizeigewalt nicht immer wieder einfach unter den Tisch gekehrt werden kann. </p>
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		</item>
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		<title>Prozessfortführung gegen zwei der gefährlichen Körperverletzung beschuldigten Polizisten</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 22:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 30. August findet die Fortsetzung des Prozesses gegen zwei Berliner Polizeibeamte statt, die wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung angeklagt sind. Die Angeklagten griffen zusammen mit zwei Kollegen vom LKA den Geschädigten B. an, drückten ihn zu Boden und nahmen ihm sein Handy weg, mit dem er vorher telefoniert hatte. Sie verdächtigten B. im Zusammenhang mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 30. August findet die Fortsetzung des Prozesses gegen zwei Berliner Polizeibeamte statt, die wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung angeklagt sind. Die Angeklagten griffen zusammen mit zwei Kollegen vom LKA den Geschädigten B. an, drückten ihn zu Boden und nahmen ihm sein Handy weg, mit dem er vorher telefoniert hatte. Sie verdächtigten B. im Zusammenhang mit einem Süßigkeiten-Diebstahl. B. und seine Anwältin vermuten rassistische Motive für den Übergriff. Die Angeklagten beschuldigten beim Prozess-Auftakt die Kollegen vom LKA, die als Zeugen geladen, aber nicht erschienen waren. Diese sollen am 30. August zu der Sache vernommen werden. B. wurde vermutlich Opfer rassistisch motivierter Polizeigewalt. Deshalb braucht er vor Gericht unsere Unterstützung.</p>
<dl>
<dt>Datum</dt>
<dd>30. August</dd>
<dt>Zeit</dt>
<dd>12.30 Uhr</dd>
<dt>Ort</dt>
<dd><strong>Amtsgericht Tiergarten, Raum D113*</strong><br />
Wilsnacker Straße 4<br />
D-10559 Berlin</dd>
</dl>
<p><strong>Kommt zahlreich und zeigt, dass rassistische Polizeigewalt nicht zu akzeptieren ist!</strong></p>
<p>*) Bei Änderungen Aushänge im Gebäude beachten!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Prozess gegen Polizeibeamten wegen gefährliche Körperverletzung</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 21:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Am späten Nachmittag des 25. Mai 2010 steht B. am Tempelhofer Damm und telefoniert. Völlig unvermittelt wird er von einigen Männern angegriffen, die aus einem Wagen springen. Einer reißt ihm das Handy aus der Hand, ein anderer wirft ihn zu Boden. Erst geht B. von einem Neonazi-Angriff aus, doch als ihm plötzlich Handschellen angelegt werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am späten Nachmittag des 25. Mai 2010 steht B. am Tempelhofer Damm und telefoniert. Völlig unvermittelt wird er von einigen Männern angegriffen, die aus einem Wagen springen. Einer reißt ihm das Handy aus der Hand, ein anderer wirft ihn zu Boden. Erst geht B. von einem Neonazi-Angriff aus, doch als ihm plötzlich Handschellen angelegt werden, wird ihm gewahr, dass es sich bei den Angreifern um Polizisten handelt. Einer der Männer kniet auf seinem Rücken, so dass er keine Luft mehr bekommt. Man befiehlt ihm  nicht zu sprechen. Er wird vom Boden hoch gezerrt und in einen parkenden PKW gestoßen. Man durchsucht seine Jacke nach Personalien. B. versteht all das nicht. Nun kommen weitere Polizeiwagen hinzu, mit weiteren Beamten. Nach einiger Zeit werden seine Handschellen geöffnet und man weist ihn an zu gehen. Auf seine Frage, warum er geschlagen wurde, antwortet ein Beamter aggressiv: &#8220;Wir haben jemanden gesucht, du hast hier gestanden und mit dem Handy telefoniert, in dem Moment hast du uns angeschaut und das war verdächtig.&#8221; Und auf die Frage hin, ob das normal sei, was man mit ihm gemacht hätte, antwortete ein weiterer Beamter: &#8220;Ja, das ist normal!&#8221;.</p>
<p>Zwei der Polizeibeamten stehen jetzt vor dem Amtsgericht als Angeklagte und müssen sich für &#8220;Körperverletzung im Amt&#8221; und andere Straftaten verantworten.</p>
<dl>
<dt>Datum</dt>
<dd>02. August 2011</dd>
<dt>Zeit</dt>
<dd>09. Uhr</dd>
<dt>Ort</dt>
<dd><strong>Amtsgericht, Raum D113</strong><br />
Wilsnacker Straße 4<br />
D-10559 Berlin</dd>
</dl>
<p><strong>B. braucht unsere Solidarität und moralische Unterstützung auch bei der Verhandlung.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Committee for the Prevention of Torture veröffentlicht Fragen an Deutsche Regierung</title>
		<link>http://kop-berlin.de/de/2011/06/committee-for-the-prevention-of-torture-veroffentlicht-fragen-an-deutsche-regierung/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 15:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Committee for the Prevention of Torture]]></category>
		<category><![CDATA[CPT]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) hat einige Fragen an die Deutsche Regierung gestellt. Darin wird unter anderem thematisiert, ob es Statistiken und unabhängige Untersuchungen zur Arbeit der Polizei gibt. Das Dokument ist hier abrufbar: List of issues to be considered during the examination of the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <em>Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT)</em> hat einige Fragen an die Deutsche Regierung gestellt. Darin wird unter anderem thematisiert, ob es Statistiken und unabhängige Untersuchungen zur Arbeit der Polizei gibt.</p>
<p>Das Dokument ist hier abrufbar:<br />
<a href='http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/06/CAT.C.DEU_.Q.5.pdf'>List of issues to be considered during the examination of the fifth periodic report of GERMANY (CAT/C/DEU/5)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tödliche Polizeigewalt &#8211; Aufklärung unerwünscht?</title>
		<link>http://kop-berlin.de/de/2011/06/todliche-polizeigewalt-aufklarung-unerwunscht/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 14:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Einstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Slieman Hamade]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwaltschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tod von Slieman Hamade soll unaufgeklärt bleiben – Familie und Unterstützer_innen rufen auf zur Kundgebung gegen die Einstellung des Verfahrens der Staatsanwaltschaft gegen Berliner Polizisten Datum 21. Juni 2011 Zeit 18.00 Uhr Ort Kreuzung Pallasstraße/ Ecke Potsdamer Straße Am frühen Morgen des 28.02.2010 wird die Polizei in Schöneberg gerufen. Slieman fühlt sich durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tod von Slieman Hamade soll unaufgeklärt bleiben – Familie und Unterstützer_innen rufen auf zur Kundgebung gegen die Einstellung des Verfahrens der Staatsanwaltschaft gegen Berliner Polizisten</p>
<dl>
<dt>Datum</dt>
<dd>21. Juni 2011</dd>
<dt>Zeit</dt>
<dd>18.00 Uhr</dd>
<dt>Ort</dt>
<dd>Kreuzung Pallasstraße/ Ecke Potsdamer Straße</dd>
</dl>
<p>Am frühen Morgen des 28.02.2010 wird die Polizei in Schöneberg gerufen.<br />
Slieman fühlt sich durch die laute Musik seiner Nachbarn gestört und ist<br />
wütend. Seine Familie will verhindern, dass es zum Streit mit den Nachbarn<br />
kommt. Die anrückende Polizei stempelt Slieman sofort als Störer ab und<br />
will ihn des Hauses verweisen. Slieman möchte aber wieder zurück in die<br />
Wohnung, woraufhin die Polizei ihn festnehmen will. 3 Polizisten kommen als<br />
Verstärkung dazu und greifen ohne Vorwahnung zum Pfefferspray und sprühen<br />
damit den kompletten Hausflur ein. Slieman wird auf dem Boden von der<br />
Polizei fixiert, er ringt nach Luft und verliert immer wieder kurz das<br />
Bewusstsein. Familienangehörige berichten später, dass Slieman auch als er<br />
schon am Boden lag, von den Cops geschlagen wurde. Ein Sanitäter, welcher<br />
später eintraf, beschäftigte sich erst mal mit dem Ausspülen der Augen<br />
eines Polizisten, anstatt sich um den mittlerweile bewusstlosen Slieman zu<br />
kümmern. Spätere Wiederbelebungsversuche führen dazu, dass Sliemans Herz<br />
wieder schwach schlägt. Aber leider ist es zu diesem Zeitpunkt zu spät.<br />
Slieman stirbt mit 32 Jahren.</p>
<h2>Die Ermittlungen</h2>
<p>2 Monate später, am 30.04.2010 passierte das, was in den meisten Fällen<br />
tödlicher Polizeigewalt geschieht, die Ermittlungen durch die<br />
Staatsanwaltschaft werden eingestellt. Ein Aufklärungswillen der<br />
Staatsanwaltschaft ist wie bei vielen anderen Fällen nicht erkennbar und<br />
so wurden zahlreiche Hinweise unberücksichtigt gelassen. Erstaunlich dabei<br />
ist es, wie selbst eindeutigen Zeugenaussagen nicht nachgegangen wurde. So<br />
hatte eine Polizeibeamtin ihre Kollegen darauf aufmerksam gemacht, dass bei<br />
der angewendeten Fixierung die Gefahr besteht, dass Slieman erstickt. Auch<br />
wurden Zeugen gar nicht erst befragt.</p>
<h2>Die Beschwerde</h2>
<p>Die Familie von Slieman gibt sich damit nicht zufrieden und legt mit Hilfe<br />
ihrer Anwältin am 24.01.2011 Beschwerde ein. Dies führt dazu, dass die<br />
Ermittlungen erst einmal wieder aufgenommen werden. Doch auch diesmal hält<br />
sich der Arbeitseifer der Staatsanwaltschaft in Grenzen. Wieder wird<br />
zahlreichen Anhaltspunkten nicht nachgegangen und so kommt es am<br />
25.04.2011 zur erneuten Einstellung. Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft<br />
ist nicht ungewöhnlich, denn wie in vielen anderen Fällen von<br />
Polizeigewalt, ist der Aufklärungswille sehr gering.</p>
<h2>Gemeinsam gegen Polizeigewalt</h2>
<p>Die Familie organisiert sich mit anderen Betroffenen tödlicher<br />
Polizeigewalt, um ihre Forderungen nach Aufklärung und Gerechtigkeit nach<br />
außen zu tragen. So wird mit einer Demonstration am 05.03.2011, durch<br />
Schöneberg, ein erstes öffentliches Zeichen gesetzt. Gleichzeitig wird<br />
eine Veranstaltung vorbereitet, welche am 16.06.2011 in Schöneberg<br />
stattfand und knapp 100 interessierte BesucherInnen über den aktuellen<br />
Stand aufklärt. Mit dabei waren die Oury Jalloh Initiative, die Familie des<br />
Silvester 2008 getöteten Dennis „Jockel“, und der Anwalt, der die<br />
Nebenklage im Rattay Prozess führte. (Ein ausführlicher Bericht über die<br />
Veranstaltung kommt in den nächsten Tagen.) Auf der Veranstaltung kündigte<br />
die Anwältin der Familie an, ein Klageerzwingungsverfahren anzustreben.<br />
Auch wollen sich die Beteiligten der Veranstaltung weiter vernetzten, um<br />
auch auf der Straße Gerechtigkeit gegen jegliche Polizeigewalt zu fordern<br />
und eine kritische Gegenöffentlichkeit zu schaffen.</p>
<p><strong>Gemeinsam für Solidarität mit Sliemans Familie &#8211; Gegen tödliche Polizeigewalt! Kommt zur Kundgebung</strong></p>
<p><a href='http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/06/pressemitteilung_kundgebung_21.06.2011.pdf'>Pressemitteilung Kundgebung 21. Juni 2011</a></p>
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		<item>
		<title>Slieman Hamade</title>
		<link>http://kop-berlin.de/de/2011/06/slieman-hamade/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 18:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dossiers]]></category>

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		<description><![CDATA[<!--:de-->  <!--:-->]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="float: left; margin-right: 10px;" href="http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/02/slieman.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-883" title="Slieman Hamade" src="http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/02/slieman-e1298493583827-116x150.jpg" alt="" width="116" height="150" /></a>Am frühen Morgen des 28. Februar 2010 alarmieren Sliemans Eltern die Polizei. Sie wünschen sich Hilfe. Ihr Sohn kann nicht schlafen, die Musik der Nachbarn ist zu laut und er ist wütend. Seine Familie hat Angst, dass es Streit mit den Nachbarn gibt. Die Polizei kann Slieman nicht gegen seinen Willen mitnehmen. Als sein Vater sagt, Slieman könne nicht zu Hause bleiben, zerren sie ihn ins Treppenhaus und verletzen ihn beim Versuch der Fesselung. Er blutet im Gesicht. Ein Polizist versprüht Reizgas im gesamten Hausflur und schlägt Slieman brutal mit dem Schlagstock gegen die Beine. Das Gas ist überall, niemand kann die Wohnung verlassen, keiner kann helfen. Slieman schreit und schreit, aber plötzlich ist es still. Die anrückenden Sanitäter versuchen Slieman wiederzubeleben, aber er stirbt im Krankenhaus. Slieman wurde 32 Jahre alt.</p>
<h2>Ermittlungen</h2>
<p>Die Staatsanwaltschaft hat am 30.04.2010 die Ermittlungen gegen die Polizei eingestellt. Das haben seine Familie und seine Freund_innen nicht hingenommen. Durch ihren Kampf wurden die Ermittlungen im Februar 2011 wieder aufgenommen.</p>
<p>Am 24. Mai 2011 erfolgte die zweite Einstellung der Ermittlungen durch die Berliner Staatsanwaltschaft. Jetzt kann nur ein erfolgreiches Klageerzwingungsverfahren juristische Aufklärung bringen. Hierzu wird es in Kürze eine Pressemitteilung geben. Um der Forderung nach Aufklärung Nachdruck zu verleihen, sind verschiedene Aktionen geplant. So fand am<a title="Tödliche Polizeigewalt – Aufklärung unerwünscht?" href="http://kop-berlin.de/de/2011/06/todliche-polizeigewalt-aufklarung-unerwunscht/"> 21. Juni 2011 eine Demonstation</a> statt, die sich für die Wiederaufnahme der Ermittlungen aussprach.</p>
<h2>Demonstration</h2>
<p>Am 05. März 2011 fand in Gedenken an Slieman Hamade und gegen Polizeigewalt und rassistische Polizeipraxis eine <a title="5. März: Demo gegen Polizeigewalt" href="http://kop-berlin.de/2011/03/5-marz-demo-gegen-polizeigewalt/">Demonstration am U-Bahnhof Bülowstraße</a> statt. Sie wurde von einem massiven Aufgebot, gemessen an der Größe des Demonstrationszugs, an dem etwa 400 Menschen teilnahmen, staatlicher Ordnungskräfte, die sowohl in Uniform als auch in Zivil auftraten, begleitet.<a style="margin-top: 10px; display: block;" href="http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/06/2011-03-05-18.02.08.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1044" title="Polizeiaufgebot zur Demonstration" src="http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/06/2011-03-05-18.02.08-1024x768.jpg" alt="" width="100%" /></a> Fragen, die im Anschluss an die Demonstration entstanden und sich im Wesentlichen auf die Ziele des Bündnisses und dessen Zusammensetzung beschränken, wurden durch die Initiaven, die sich für Slieman nach seinem Tod einsetzen in einer <a title="Stellungnahme des Solibündnis’ für Slieman Hamade zur Demonstration am 05.03.2011" href="http://kop-berlin.de/2011/03/stellungnahme-des-solibundnis-fur-sliman-hamade-zur-demonstration-am-05-03-2011/">gemeinsamen Erklärung</a> aufgegriffen und versucht zu beantworten. Auch für die Demo selbst existiert ein <a title="Menschenleben als Preis für polizeiliche “Deeskalation”" href="http://kop-berlin.de/2011/03/menschenleben-als-preis-fur-polizeiliche-deeskalation/">Bericht</a>.</p>
<h2>Weitere Veranstaltungen</h2>
<p>Im Zuge der immer wiederkehrenden Vorfälle von Polizeigewalt, die in vielen Fällen als Folge rassistischer Behandlung und Stigmatisierung gesehen werden kann, fand am <a title="“Nicht Freund und Helfer, sondern Richter und Henker” – Slieman Hamade – Für  Solidarität und Gerechtigkeit, gegen das Vergessen!" href="http://kop-berlin.de/2011/05/nicht-freund-und-helfer-sondern-richter-und-henker-%e2%80%93-todliche-polizeigewalt-%e2%80%93-fur-solidaritat-und-gerechtigkeit-gegen-das-vergessen/">16. Juni 2011 eine Veranstaltung</a> statt, die auf dieses Thema näher einging und auf die Fälle von Slieman Hamade und <a title="Dennis" href="http://kop-berlin.de/2010/07/dossier-dennis/">Dennis</a> Bezug nahm.</p>
<h2>Infobroschüre</h2>
<p>Das Solidaritätsbündnis &#8220;Slieman Hamade&#8221; hat eine <a href='http://kop-berlin.de/wp-content/uploads/2011/06/infobroschüre_slieman_hamade.pdf'>Infobroschüre</a> veröffentlicht.</p>
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		<item>
		<title>Fight back! &#8211; Widerstand gegen Rassismus und Kriminalisierung durch die Polizei</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 10:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Rassistische Kriminalisierung in Berlin (be-)trifft Menschen in ihrem Alltag: während sie in Cafés sitzen, auf der Straße gehen, im Park liegen oder mit der U-Bahn fahren, werden sie durch die Polizei angesprochen, kontrolliert, vorgeführt, isoliert. Wenn sie selbst Hilfe suchen, fragt die Polizei nicht nach Täter_innen, sondern nimmt die Betroffenen selbst ins Visier. Wenn sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:de-->Rassistische Kriminalisierung in Berlin (be-)trifft Menschen in ihrem Alltag: während sie in Cafés sitzen, auf der Straße gehen, im Park liegen oder mit der U-Bahn fahren, werden sie durch die Polizei angesprochen, kontrolliert, vorgeführt, isoliert. Wenn sie selbst Hilfe suchen, fragt die Polizei nicht nach Täter_innen, sondern nimmt die Betroffenen selbst ins Visier. Wenn sie sich couragiert verhalten, werden sie verdächtig.</p>
<p>Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) will berichten über die Auswirkungen rassistischer Kriminalisierung auf das alltägliche Leben, den Umgang damit, die Wut und auch Hilflosigkeit. Gemeinsam mit Euch und mit Menschen, die sich gewehrt haben, wollen wir die Ungerechtigkeit ansprechen, Widerstandsformen entwickeln und Solidarität in der Öffentlichkeit einfordern.</p>
<dl>
<dt>Am</dt>
<dd>30. Mai 2011</dd>
<dt>Um</dt>
<dd>18.00 Uhr &#8211; 20.00 Uhr</dd>
<dt>Ort</dt>
<dd>TEK Jugendladen, Köpenicker Straße 189, 10997 Berlin</dd>
</dl>
<h2>Eingeladene Personen</h2>
<ul>
<li>Anthony Baguette &#8211; Betroffener von rassistischer Polizeigewalt in Berlin</li>
<li>Brian Jansen – Zeuge von rassistischer Polizeischikane in Berlin</li>
</ul>
<p><strong>Gemeinsam für Solidarität und Gerechtigkeit – Gemeinsam gegen rassistische Polizeigewalt!</strong><!--:--></p>
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		<title>Rassismus als Struktur – Das Verfahren gegen Brian J. wurde eingestellt</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 21:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Amtsgericht Tiergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Brian]]></category>
		<category><![CDATA[Brian J]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbeobachtung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18.05.2011 wurde im Amtsgericht Tiergarten die strafrechtliche Verfolgung des wegen Beleidigung von Polizeibeamten angeklagten Brian J. eingestellt. Dieser hatte im Juni 2010 am U-Bahnhof Pankstraße eine polizeiliche Personenkontrolle von zwei Schwarzen Frauen beobachtet und selbige als Rassismus bezeichnet. Daraufhin bekam er vom Amtsgericht Tiergarten einen Strafbefehl in Höhe von 600 Euro. Hiergegen legte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:de-->Am 18.05.2011 wurde im Amtsgericht Tiergarten die strafrechtliche Verfolgung des wegen Beleidigung von Polizeibeamten angeklagten Brian J. eingestellt. Dieser hatte im Juni 2010 am U-Bahnhof Pankstraße eine polizeiliche Personenkontrolle von zwei Schwarzen Frauen beobachtet und selbige als Rassismus bezeichnet. Daraufhin bekam er vom Amtsgericht Tiergarten einen Strafbefehl in Höhe von 600 Euro. Hiergegen legte er Widerspruch ein. Die Verhandlung wurde von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt.</p>
<p>Laut Aussage des Angeklagten, der in einem antirassistischen Bündnis engagiert und u.a. auch  deshalb mit dem Problem des strukturellen Rassismus vertraut ist, fand die Kontrolle gezielt, jedoch ohne ersichtlichen Grund statt. Bis zum Zeitpunkt des Zwischenfalls waren von noch keiner anderen Person im Bereich des U-Bahnhofs die Personalien festgestellt worden.<br />
Die offensichtlich willkürlich ausgeführte polizeiliche Maßnahme verleitete Brian J. zu der empörten Äußerung, dass dies Rassismus sei. Daraufhin kamen die Polizeibeamt_innen unmittelbar auf ihn zu, um auch seine Personalien festzustellen. Er wiederholte seine Aussage und fügte außerdem ausdrücklich hinzu, dass dies nicht als Beleidigung zu verstehen sei. Er wolle lediglich auf ein strukturelles Problem in der Gesellschaft hinweisen.<br />
Dessen ungeachtet wurde der Angeklagte festgesetzt, während eine_r der Beamt_innen mit seinem Ausweis für mehrere Minuten verschwand. Brian J., der die Situation zu diesem Zeitpunkt als einschüchternd und bedrohlich beschrieb, schwieg fortan.</p>
<p>Der Verteidiger des Angeklagten, Eberhard Schultz, erklärte in seinen Ausführungen, dass es von internationalen Institutionen wie der UN und anderen Expert_innen anerkannt sei, dass Polizist_innen People of Colour gezielt kontrollierten und durchsuchten, und dies Bestandteil strukturellen Rassismus sei. Auf die Frage, ob er dessen gewahr sei, antwortete der im Fall beteiligte Polizeizeuge Benjamin Ö., er wisse nicht, was dies zur Sache täte. Er wurde in dieser Haltung interessanterweise sowohl von der Staatsanwältin als auch der Richterin unterstützt, verbunden mit dem Hinweis, die politische Einstellung des Zeugen spiele in diesem Fall keine Rolle. Diese Bemerkungen dokumentieren, dass das vom Angeklagten kritisierte Problem des strukturellen Rassismus entweder wissentlich oder unwissentlich nicht zum Gegenstand der Verhandlung wurde.</p>
<p>Die Einstellung des Verfahrens kann als kleiner Erfolg gelten. Allerdings nicht in einem uneingeschränktem Sinne, da das gesellschaftlich existierende – und sich auch in der Praxis der Polizei immer wieder festzustellende – Problem des strukturellen Rassismus nicht angemessen thematisiert wurde. Die Begründung der Richterin zur Einstellung des Verfahrens erfolgte mit der Aussage, die Wahrheit liege wohl „irgendwo in der Mitte“. Dies stimmt nur in einem sehr metaphorischen Sinn: Wahrhaftig existiert Rassismus in der Mitte der Gesellschaft. Hätte ihre Begründung derart gelautet, wäre die Einstellung als uneingeschränkt positiv zu bewerten.<br />
Während das Gericht die Nicht-Thematisierung mit dem bemerkenswerten Verweis, dies sei der falsche Ort für derartige Problembesprechungen (wo sollte dieser Ort denn sonst sein?), versah, deuteten Äußerungen des Polizeizeugen auf seine Uninteressiertheit und Unwissenheit bezüglich des Themas hin. So macht er zweifelhafte Aussagen über die Straffälligkeit von Menschen mit Migrationshintergrund und glaubte sich daran erinnern zu können, die beiden kontrollierten Schwarzen Frauen hätten kein Problem mit der durchgeführten Maßnahme gehabt.</p>
<p>Vielleicht offenbart diese Beschreibung eine erschreckende Realität: People of Colour sind Diskriminierungen aufgrund ihrer Hautfarbe gewöhnt, es ist für sie Normalität. Weder Justiz noch Polizei sind sich dieser Problematik angemessen bewusst. Nötig wäre eine Reflexion und konsequente Aufarbeitung der rassistischen Strukturen in unserer Gesellschaft. Stellen sich Polizei und Justiz diesem Problem nicht, machen sie sich (un)freiwillig zu Mittäter_innen.<!--:--></p>
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		<title>Neues Deutschland: &#8220;Das ist Rassismus&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 19:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeikontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Racial Profiling]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilcourage]]></category>

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		<description><![CDATA[Artikel &#8220;Das ist Rassismus&#8221; in &#8220;Neues Deutschland&#8221;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:de-->Artikel <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/197990.das-ist-rassismus.html">&#8220;Das ist Rassismus&#8221;</a> in &#8220;Neues Deutschland&#8221;.<!--:--></p>
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