Aufruf zur Prozessbeobachtung: Amare B., KOP und der Migrationsrat mobilisieren breiten Widerstand gegen rassistische Routinen in Polizei, Justiz und überall.

Unterstützt Amare B. am 08. und 19. Februar beim Berufungsverfahren gegen Berliner Polizisten, die in erster Instanz der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen wurden!

Ort
Amtsgericht Berlin
Wilsnacker Str. 4
10559 Berlin
Raum: 2/B 219
Veranstalter(_in)
MRBB und KOP
Zeit
  • Am 08. 02. 2013 um 09:30 Uhr.
  • Am 19. 02. 2013 um 09:00 Uhr.

Kommt zum Prozess und beobachtet das Handeln von Staatsanwaltschaft und Gericht! Gegen Racial Profiling!Gegen rassistische Routinen in Polizei und Justiz!

Am späten Nachmittag des 25.10.2010 steht Amare B. am Tempelhofer Damm und telefoniert. Völlig unvermittelt wird er von mehreren Männern angegriffen und zu Boden geworfen. Erst geht Amare B. von einem Neonazi-Angriff aus, doch als ihm plötzlich Handschellen angelegt werden, begreift er dass es sich bei den Angreifern um Polizisten handelt.

Amare B. wird am linken Auge verletzt. Eine Rippe ist geprellt. Infolge des Angriffs verschlechtert sich seine psychische Verfassung derart, dass er sich in therapeutische Behandlung begibt.

Amare B. erstattet Anzeige wegen „Körperverletzung im Amt“. Der Prozess gegen zwei der Beamten endet 2011 mit Verurteilungen. Die Polizisten legen Berufung gegen das Urteil ein. Am 18. September 2012 wurde das Berufungsverfahren im Landgericht Berlin eröffnet. Am ersten Verhandlungstag wirkte das Gericht nicht neutral: Richterin und Staatsanwältin profilierten sich als Verteidigerinnen der Angeklagten. Die Nebenklagevertreterin stellte einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin. Beim zweiten Verhandlungstag wurde eine Schöffin krank, so dass das Berufungsverfahren neu aufgerollt werden muss.

Mehr Infos zu den bisherigen Prozessen unter: www.kop-berlin.de und www.mrbb.de