Einladung zur Pressekonferenz anlässlich des Auftakts der Kampagne „Death in Custody. Aufklärung der Todesumstände in Gewahrsamssituationen jetzt!“

Einladung zur Pressekonferenz anlässlich des Auftakts der Kampagne „Death in Custody. Aufklärung der Todesumstände in Gewahrsamssituationen jetzt!“
Ort
Werkstatt der Kulturen (Foyer)
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
In der Nähe von: U7/U8 Hermannplatz
Veranstalter(_in)
Kampagne Death in Custody
Zeit
Am 25. 09. 2019 um 10:00 Uhr.

Einladung zur Pressekonferenz

Als breites Bündnis antirassistischer Organisationen in Berlin*, laden wir Sie herzlich zur Pressekonferenz anlässlich des Auftakts unserer Kampagne "Death in Custody" ein. Mit der Kampagne reagieren wir auf die zahlreichen ungeklärten Todesfälle von Schwarzen Menschen und Menschen of Colour in polizeilichen Gewahrsamsituationen der vergangenen Jahre in Deutschland.  
 
„In-Gewahrsam-zu-sein“ verstehen wir als Situation, in der sich Personen in geschlossenen Räumen befinden, die der Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich sind und in denen sie abhängig von anderen Personen werden (z.B. in Polizeistationen, Polizeifahrzeugen, Gefängnissen, Psychiatrien, Krankenhäusern, Pflege-, Geflüchteten- und Kinderheimen). Situationen wie diese sind davon geprägt, potenziell Menschen ausgeliefert zu sein, die mit institutioneller Macht ausgestattet sind (Polizist*innen, Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen, Justizpersonal, usw.). Was in diesen Räumen passiert, bleibt oft hinter Mauern, Türen und durch falsch verstandene Loyalität verschlossen: Unrecht, Diskriminierung und Gewalt, die sich hier zutragen, sind schwer offenzulegen, abzubauen und aufzuarbeiten.
 
Allein die Todesfälle der letzten Zeit - Hussam Fadl, Ahmed Amad, Maliullah Jabarkhil, Rooble Warsame und William Tonou-Mbobda - zeigen die große Gefahr, die für Schwarze Personen und Personen of Colour in Gewahrsam entsteht und deren Aufklärung in weiter Ferne liegt. Tod in Gewahrsam ist kein Einzelfall. Fehlende Konsequenzen in den Institutionen haben systemischen Charakter.  
 
Wir werden Ihnen im Rahmen unseres Pressegesprächs Inhalte und Ziele der Kampagne "Death in Custody" vorstellen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass  
 
Schwarze Menschen und Menschen of Color, die in Gewahrsam starben, nicht kriminalisiert werden und ihre Geschichte nicht vergessen wird.
gesellschaftliche Debatten den Tod in Gewahrsam als institutionelles Problem aufgreifen.
vernetzter und widerständiger Austausch zwischen Betroffenen-Gruppen, für die der Tod in Gewahrsam ein Risiko darstellt, gestärkt wird.
verantwortliche Institutionen effektive Schutzmaßnahmen und -mechanismen etablieren.
 
Ansprechpartner*innen:  
Biplab Basu | Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) | info@kop-berlin.de | 0179 544 17 90
Céline Barry | EOTO e.V. | celine.barry@eoto-archiv.de | (0)30 983 24 177

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* Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Berlin (KOP), Each One Teach One (EOTO) e.V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) e.V., we are born free, ReachOut, justizwatch, Migrationsrat Berlin, Black Lives Matter, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh