
Am 05.05. okkupierten Aktivist_innen für kurze Zeit den U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg. Sie demonstrierten damit gegen rassistische Polizeikontrollen dort und überall.
Anlass war die Entscheidung des Koblenzer Oberverwaltungsgerichts vom 28.02.2012, wonach es der Bundespolizei bei „verdachtsunabhängigen“ Kontrollen erlaubt ist, Menschen allein aufgrund der Hautfarbe, Herkunft oder Religion zu kontrollieren, zu durchsuchen und zur Identitätsfeststellung abzuführen. Diese als racial profiling bekannte Praxis der Polizei ist auch in Berlin Alltag. An so genannten „kriminalitätsbelasteten Orten“, wie dem Kottbusser Tor, Hermannplatz, Hasenheide, Alexanderplatz u.v.a.m., darf die Berliner Polizei „verdachtsunabhängige“ Kontrollen durchführen, bei denen vor allem Schwarze Menschen und People of Color ins Visier polizeilicher Maßnahmen gelangen.