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NSU-Prozess: Aufklärung vs. Juristische Barrieren?!

15. Februar 2015 @ 18:00 - 19:00

Seit Mai 2013 findet am Oberlandesgericht in München der Prozess gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe der Nazi-Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) und vier mutmaßliche Unterstützer statt. Der Skandal rund um den NSU führte nach der Selbstenttarnung und dem angeblichen Doppelselbstmord der beiden Täter Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die für 9 rassistische und den Mord an einer Polizistin verantwortlich waren, und noch einmal zum Zeitpunkt der Prozesseröffnung zu einem breiten öffentlichen Interesse. Inzwischen sind die Zuschauer_innen- und Presseränge weniger besucht. 

Kann das Ausmaß des gesellschaftlichen Rassismus und der Umfang faschistischer Netzwerke in Deutschland im Prozess angemessen
aufgeklärt werden? Kann ein Prozess überhaupt politische Aufarbeitung leisten? … und warum ist es wichtig den Prozess kontinuierlich zu beobachten?

Die Prozessbeobachtungsgruppe „Rassismus und Justiz“ läd zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über die politische Dimension
des NSU-Prozess ein.

Eingeladen sind:
Carsten Ilius (Nebenklagevertreter) und Fritz Burschel (u.a. NSU-Watch)

Prozessbeobachtungsgruppe Rassismus und Justiz: Wir beobachten in Kooperation mit ReachOut (Berliner Beratungsstelle für Opfer rassistischer, rechtsextremer und antisemitischer Gewalt) und KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) seit knapp einem Jahr regelmäßig Prozesse (i.d.R. in Berlin) unter der Fragestellung, welche Auswirkungen Rassismus auf das Justizsystem in Deutschland hat.

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