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Das Problem heißt Rassismus … auch bei der Polizei

7. Dezember 2012 @ 20:00 - 21:00

In der Veranstaltung wird sich den Fragen gewidmet, welche Rolle die Polizei dabei spielt, Rassismus in der Gesellschaft durchzusetzen und in welcher Weise rassistisch kriminalisiert wird. Es zeigt sich, dass es sich beim Rassismus der Polizei nicht um ein Problem einzelner Polizist_innen handelt, sondern vielmehr der Rassismus fest im Polizeiapparat verankert ist.

Daher greifen auch aktuelle Bekenntnisse der Polizei, etwas gegen Diskriminierung unternehmen zu wollen, zu kurz. Oftmals sind sie nicht mehr als rhetorische Strategien, um die bestehende Praxis zu rechtfertigen. So finden zwar einerseits scheinbar (selbst-)kritische Tagungen statt, wie beispielweise am 4.12.2012 im DGB-Haus Bremen unter dem Titel „Halt! Polizei! Ethnisches Profiling im Spannungsfeld des Gleichbehandlungsgrundsatzes“. Zum anderen bezeichnete Rainer Wendt,
Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), jüngst ein Gerichtsurteil des Koblenzer Oberlandesgerichtes, nach dem Menschen nicht allein wegen ihrer Hautfarbe kontrolliert werden dürfen, als „schöngeistige Rechtspflege“, da sich das Urteil nicht an der Praxis der Polizei ausrichte.

Es wird in der Veranstaltung die Notwendigkeit aufgezeigt, den Kampf gegen Rassismus bei der Polizei nicht der Polizei zu überlassen. Vielmehr sollten Gegenstrukturen aufgebaut werden, um sich im Kampf gegen Rassismus gegenseitig zu unterstützen und sich mit Betroffenen zu solidarisieren. Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) Berlin stellt dazu ihre Arbeit vor.

Mit Aktivist_innen der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) Berlin.

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