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Aufruf zur Prozessbeobachtung: Ayfer H. kämpft gegen Kriminalisierung durch Polizeibeamte

11. März 2013 @ 10:30 - 11:30

Am kommenden Montag, den 11.3.2013, findet der erste Verhandlungstag gegen Ayfer H. wegen „Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte“ (§113 StGB), „gefährliche Körperverletzung“ (§224 StGB) und „Hausfriedensbruch“ (§123 StGB), im Amtsgericht Berlin statt.

Was war passiert?

Am 14. März 2012 ist Ayfer H. zu einer Schulkonferenz eingeladen. Im Laufe des Gesprächs mit Schulleiter und LehrerInnen kommt es zu einer verbalen, rassistisch beleidigenden Auseinandersetzung, weshalb die junge Frau Polizeibeamte zur Hilfe ruft. Die anrückenden Polizisten jedoch sehen in Ayfer H. die Täterin und beschimpfen sie mit den Worten: „Scheiß Türken!“. Ein Polizeibeamter schlägt mehrmals auf Ayfer H. ein, bevor sie festgenommen wird. Eine Freundin, die mit ihr vor Ort ist, kann sie nicht schützen: sie wird ebenfalls durch Polizisten beleidigt und lange daran gehindert, ihrer Freundin zur Hilfe zu eilen. Nach der Festnahme muss Ayfer H. aufgrund ihrer Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Zwar erstattet Ayfer H. Anzeige gegen die PolizistInnen wegen „Körperverletzung im Amt“ (§340 StGB), diese wird jedoch eingestellt. (siehe KOP-Chronik unter http://www.kop-berlin.de/chronik)

Monitoring gegen Kriminalisierung

Nun steht Ayfer H. als Täterin vor Gericht. Es handelt sich um einen weiteren Fall, in dem die eigentlich Betroffene kriminalisiert wird, während die Taten der PolizeibeamtInnen nicht weiter verfolgt werden.

Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V. mobilisieren gemeinsam mit Ayfer H. zur Prozessbeobachtung.

Ansprechpartner

Biplab Basu

ReachOut/ Ariba e.V. & KOP

Tel: +49 30 695 683 44

E-Mail: biplab_basu@reachoutberlin.de

 

 

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