01. Mai 2003 – Arlo J. 

Vorfall:
Am frühen Morgen des 1. Mai 2003 ist Arlo J. zusammen mit einem Freund auf dem Nachhauseweg. Die beiden haben ihre Fahrräder dabei, wobei lediglich Arlo J. langsam auf der Straße fährt, da sein Freund betrunken ist und sein Fahrrad deshalb schiebt. Plötzlich bemerkt er, dass sein Begleiter zurückgeblieben war. Einige Polizeibeamte hatten ihn angesprochen. Er sieht, dass die Beamten seinen Freund versuchen zu provozieren. Dieser bleibt aber ruhig und erklärt sich, da er nicht gut deutsch spricht, in englischer Sprache. Arlo J. geht zurück, um zu erfahren, was vor sich geht. Schnell wird er von den Beamten umringt, beschimpft und schließlich in deren Auto gezerrt.  Nun wird er getreten und geschlagen und schließlich, da er keine Personalpapiere bei sich führt, in Gewahrsam genommen. Die Beamten fordern ihn auf, sich Blut abnehmen zu lassen. Da Arlo J, aber durch die ihm zugefügten Verletzungen unerträgliche Schmerzen hat, weigert er sich zunächst, der Aufforderung nachzukommen. Schließlich willigt er aber doch ein, da die Polizisten ihn sonst nicht gehen lassen wollen. Dann wird er in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt. Sein rechter Ellenbogen war zweimal ausgerenkt worden.

Rassistische Bezüge:
unterstellte Herkunft, Sprache

Strafrechtlicher Verlauf:
Die Beamten stellen Anzeige gegen Arlo J. wegen „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamteˮ (§ 113 StGB) und „Beleidigungˮ (§ 185 StGB).

(KOP)