Vorfall:
Auf dem Weg zu einem Jugendclub in Neukölln fällt Besim K., der mit einem Freund unterwegs ist, ein offensichtlich stark betrunkener Mann auf. Da dieser mehrmals zu Boden fällt und auch mit Hilfe von Besim K. nicht weitergehen kann, bitten die beiden jungen Männer Passant_innen, die Polizei und Feuerwehr zu Hilfe zu holen. Kurze Zeit später treffen drei Polizeibeamte ein. Einer von ihnen bemerkt, dass Besim K. die Brieftasche des Mannes in der Hand hält; dass diesem sein Geldbeutel sowie seine Brille zuvor aus der Tasche gefallen waren und er sie lediglich aufgehoben hatte, um sie ihm zurückzugeben, fällt dem Beamten nicht auf. Stattdessen vermuten sie einen Diebstahl und fordern Verstärkung an, die wenige Minuten später eintrifft. Unter den eingetroffenen Beamten sind mehrere Kripobeamte, die Besim K. und seinem Freund bekannt sind, da sie von diesen schon mehrmals grundlos kontrolliert worden waren. Schließlich werden die beiden jungen Männer in Handschellen gelegt und auf eine Polizeiwache verbracht. Dort werden sie erkennungsdienstlich behandelt, wobei ihnen gedroht wird, dass ihre Fotos „nach Amerikaˮ zur Überprüfung „geschicktˮ werden würden. Nach fünf Stunden können die beiden jungen Männer schließlich die Polizeiwache verlassen.
Weiterführende Informationen:
Während des Aufenthaltes der beiden jungen Männer auf der Polizeiwache, durchsuchen Polizeibeamte deren Wohnung. Ob es einen Durchsuchungsbeschluss gibt, ist nicht bekannt. Bei der Durchsuchung werden die Räume völlig verwüstet.
Rassistische Bezüge:
unterstellte Herkunft
Strafrechtlicher Verlauf:
Besim K. und sein Freund verzichten auf rechtliche Schritte. Es kann vermutet werden, dass die Polizei aus diesem Grund von einer Anzeige absieht.
(KOP)
