22. März 2002 – Jonas P.

Vorfall:
Auf dem Weg zur Arbeit werden Jonas P. und ein Bekannter von mehreren Polizeibeamten angehalten und zur Kontrolle ihrer Personalpapiere aufgefordert. Jonas P. trägt seinen Pass nicht bei sich, kann aber seine Identität durch einen Sozialversicherungsausweis nachweisen. Trotzdem fordern die Beamten ihn auf, in ihrem Mannschaftswagen Fotoaufnahmen von sich machen zu lassen. Jonas P. verweigert sich dieser Aufforderung und hält sich am Türrahmen des Fahrzeugs fest.  Daraufhin schlägt ein Beamter die Tür zu und verletzt ihn dabei  an der rechten Hand. Jonas P. wird mit Handschellen gefesselt und im Polizeifahrzeug über mehrere Minuten lang von vier Beamten geschlagen und getreten. Als Teilnehmer_innen einer nahe gelegenen Kundgebung auf die Situation aufmerksam werden, verlangen sie lautstark die Freilassung von Jonas P., woraufhin die Beamten Verstärkung anfordern. Gemeinsam mit den eintreffenden Polizisten treiben sie die Protestierenden schließlich auseinander. Nachdem ein Polaroidfoto von Jonas P. angefertigt worden ist, wird er freigelassen. Passant_innen fahren ihn ins Krankenhaus. Es werden mehrere Prellungen und Würgemale am Hals diagnostiziert.

Rassistische Bezüge:
unterstellte Herkunft

(vgl. Aktion Courage, 2002: 24f.)